Arbeitskreis für Heimatforschung Marktleuthen

Der Rußbuttenträger


An der neuen, 1963 errichteten  Egerbrücke, wurde 1967 auf einem fünf Meter hohen Luisenburg-Granitfindling, das von dem akademischen Bildhauer Rudolf Ostermeier in München aus Kupfer getriebene "Roußmännl" aufgestellt. Die Figur erinnert an das in Marktleuthen vom Mittelalter bis in das 19. Jahrhundert betriebene Gewerbe der Rußbrenner. Diese stellten aus den Rückständen der Schwarzpech-Produktion den sogenannten "Kienruß" her, der besonders zur Herstellung von schwarzer Farbe, Druckerschwärze und Stiefelwichse benötigt wurde. Das Produkt wurde in kleine Behältnisse aus Holzspänen, den sogenannten "Rußbutten" verpackt und auf dem Rücken der "Roußbuttnboum" zu den Kunden transportiert, die bei ihrer Rückkehr in die Heimat nicht nur den spärlichen  Verdienst, sondern auch allerhand Neuigkeiten mit brachten.
Dies ist der Grund, warum der Arbeitskreis für Heimatforschung sich dieses "Roußmännl" als "Gallionsfigur" wählte und auch sein Mitteilungsblatt nach diesen benannte. Wie schon in der Vergangenheit soll "Der Rußbuttenträger" auch heute allerhand Neuigkeiten in die Häuser der Marktleuthener bringen.
Die 1. Ausgabe der Schriftenreihe, die zwei Mal im Jahr kostenlos an alle Marktleuthener Haushalte verteilt wird, erschien 1986. Seitdem im Jahr 2003 die Stadt die Finanzierung der Heftchen einstellte, verdanken wir das Fortbestehen des Rußbuttenträgers allein der Großzügigkeit von Heinz Späthling und seiner Firma "Druck&Medien Späthling" in Weißenstadt. Er schenkt den Marktleuthenern zwei Ausgaben des "Rußbuttenträgers" jährlich und uns die Möglichkeit unsere Forschungsergebnisse auch weiterhin publizieren zu können. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken!


 Inhaltsverzeichnis zu den bisher erschienenen Ausgaben


Im Internet vollständig verfügbar:

 Ausgabe   1 von 1986
 Ausgabe   2 von 1986
 Ausgabe 14 von 1992
Roußbuttnbou
Rußbuttenträger an der Egerbrücke in Marktleuthen