Eine andere Sicht auf unser Essen
Marktleuthen - Über Missernten und Hungersnöte sprach Kreisheimatpfleger Walter Rößler auf Einladung des Arbeitskreises Heimatforschung im Goldenen Löwen in Marktleuthen. Untermalt mit vielen Bildern stellte er dar, wie abhängig die Menschen früher von der Natur, dem Wetter und dem Klima waren. Während wir heute Nahrungsmittel jederzeit kaufen, und im Kühlschrank, im Gefrierschrank oder in der Dose konservieren können, war es in früheren Jahrhunderten eine Herausforderung, zu jeder Zeit, auch über den Winter, genug Nahrung zu haben.
Wenn die Kartoffel-Fäule zuschlug, Nutztiere krank wurden und starben, das Wetter wegen eines Vulkanausbruchs am anderen Ende der Welt das Getreide verschimmeln ließ, oder ein Heuschreckenschwarm sogar bei uns alles kahlfraß, wurde es schnell lebensgefährlich für die ganze Familie. So führte der Referent den Zuhörern drastisch vor Augen, dass es durchaus nicht selbstverständlich ist, jederzeit genügend zu essen zu haben, um nicht zu verhungern.
Not- und Hungerjahre im Fichtelgebirge - Hunger und Missernten in alter Zeit,
Lichtbildervortrag von Walter Rößler in Marktleuthen, Bericht: Erwin Purucker
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